Jun 09 2010

Der Wert des Goldes

Posted by admin

Es ist nicht alles Gold was glänzt

Trägt man sich mit dem Gedanken, seinen Goldschmuck zu verkaufen, so stellt sich recht früh die Frage nach dem Goldwert. Vielfach wurde der Schmuck über einen Juwelier erstanden und ist aus diesem Grund zum Teil erheblich teurer gewesen als der eingesetzte Materialwert um den Schmuck zu fertigen.

Dieser Mehrpreis zum eigentlichen Materialwert stellt in jedem Fall den Verlustanteil dar, welcher bei einem Verkauf realisiert werden muss. Eine Ausnahme bilden extrem hochwertige Schmuckstücke, welche in der bestehenden Form weiterverkauft werden können. Doch dies stellt eher eine seltene Ausnahme dar. In ähnlicher Form verhält es sich bei Goldmünzen oder Antiquitäten aus Gold bzw. goldhaltigen Legierungen. Der ehemalige Anschaffungspreis spielt bei einem Verkauf keine Rolle mehr. Lediglich der Goldwert ist dabei von Interesse.

Der Goldwert stellt, einfach ausgedrückt, den Materialwert zum Zeitpunkt des Ankaufes dar. Prinzipiell gibt es zwei Möglichkeiten diesen festzulegen bzw. festzustellen.

Bei kleineren Mengen (Ketten, Ringe, Broschen oder auch Münzen) wird zunächst einmal ermittelt, ob überhaupt eine goldhaltige Legierung vorhanden ist, da es vielfach Imitate gibt und auch Schmuckfälschungen mit Punzen im Umlauf sind.

Die gängigste und schnellste Methode ist der Test mit Königswasser. Dabei wird eine Materialprobe auf einem speziellen Schleifstein abgerieben und anschließend mit einem Gemisch konzentrierter Säuren benetzt. Wird dabei Schaumbildung beobachtet, sind zu einem größeren Teil unedle Metalle legiert (meist Kupfer) oder es handelt sich um Imitate, welche lediglich vergoldet sind.

Besteht der Schmuck oder die Münze diesen Test, wird meistens von einer Minimallegierung 333/1000 ausgegangen und vom ermittelten Gewicht ein Drittel als Goldwert angesetzt. Jedoch gelangt nicht der volle Goldwert zur Auszahlung, sondern es verbleibt eine Differenz beim Ankäufer.

Bei größeren Mengen oder schwer zu bestimmenden Legierungen bietet sich der Weg über eine Scheideanstalt an, welche das Material zunächst zu einem Barren gießen und dessen Goldgehalt dann analytisch bestimmen. Die Auszahlung erfolgt dann zum Goldtagespreis abzüglich einer festen Gebühr.

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