Jun 11 2010

Wolle – Wertvolles vom Schaf

Posted by admin

Ob zum Stricken, Häkeln oder Knüpfen – Wolle ist aus dem heutigen Handarbeitsbetrieb nicht mehr wegzudenken. Die Anfänge des Materials reichen weit in die Vergangenheit zurück. Schon seit rund 2000 vor Christus waren die aus den Pelzen von Schafen hergestellten Fäden zum Knüpfen von Teppichen und zum Isolieren von den Behausungen der Menschen beliebt. Die Verwendungszwecke haben sich im Laufe der Jahrtausende nicht grundlegend geändert – noch heute dient Wolle als Rohstoff auch für die menschliche Bedürfnisbefriedigung. Nach der vielfältigen Verarbeitung garantiert Wolle so beispielsweise warme Kleidung.

Waschen, kämmen, färben

Auch wenn Wolle laut EU-Verordnung nicht zu den nachwachsenden Rohstoffen gezählt wird, kann sie durchaus als solcher angesehen werden. Wie allgemein bekannt, wird die Wolle hauptsächlich aus dem Pelz von Schafen gewonnen. Auch Kaschmirziegen, Angorakaninchen sowie Kamele und Lamas werden durchaus für die Wollgewinnung verwendet. Die Tiere werden, um die Wolle zu gewinnen, geschoren. Eine andere Möglichkeit bietet das sorgfältige Auskämmen der Tiere, wodurch sich die Fasern lösen. In den nächsten Schritten wird die Wolle gewaschen, gekämmt, gefärbt und meist zu so genanntem Kammgarn versponnen, welches dann weiterverarbeitet wird.

Unterschiede in der Qualität

Eine Unterscheidung der Wolle hinsichtlich der Qualität wird mit der genauen Bezeichnung getroffen. Schurwolle oder reine Schurwolle bezeichnet die direkte vom lebenden Tier stammende Wolle. Andere Wollarten sind beispielsweise aus alten Textilien recycelte Reißwolle oder Sterblingswolle, die aus den Fellen verstorbener Tiere hergestellt wird.

Heilende Wirkung
Wolle besticht besonders durch vielfältige positive Eigenschaften. Durch die Struktur der Fasern ist das Material besonders elastisch. Außerdem wird Feuchtigkeit ausgeglichen: Wolle kann rund ein Drittel ihres Eigengewichtes in Feuchtigkeit aufnehmen, ohne sich nass anzufühlen. Trotzdem verfügen die Fäden auch über eine gewisse wasserabweisende Funktion, da sie über einen natürlichen Fettgehalt verfügt. Regen und Tau werden abgewiesen, lediglich bei Wässerung wird Feuchtigkeit aufgenommen. Nicht zuletzt wird der Wolle auch eine heilende Wirkung zugesprochen, da diese Giftstoffe bindet und neutralisiert.

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